Briefpapier drucken lassen
Für den eigenen Drucker reicht ein PDF in DIN A4. Für eine Druckerei braucht es mehr: Beschnitt, korrekte Datenformate und eine Papierwahl, die zum Verwendungszweck passt.
Grammatur: Welches Papier für welchen Zweck
| Papier | Geeignet für | Hinweis |
|---|---|---|
| 80 g/m² | Alltagspost, Rechnungen, Serienbriefe | Standard; ein A4-Blatt wiegt rund 5 g |
| 90–100 g/m² | Geschäftskorrespondenz mit Anspruch | bessere Haptik, höhere Opazität gegen Durchscheinen |
| 120 g/m² und mehr | Urkunden, Verträge, hochwertige Anlässe | Vorsicht bei Kuvertieranlagen und Porto |
Ein Hinweis zum Porto: Ein Standardbrief darf bis 20 g wiegen. Ein A4-Blatt mit 80 g/m² wiegt etwa 5 g, ein DL-Umschlag rund 4,5 g. Drei Blatt plus Umschlag bleiben damit knapp unter der Grenze — bei 100 g/m² sind es schon rund 6,2 g pro Blatt, und die Grenze wird mit drei Blatt überschritten.
Warum Druckereien Beschnitt verlangen
Eine Druckerei kann nicht randlos auf ein fertig geschnittenes A4-Blatt drucken. Sie druckt auf größerem Bogen und schneidet anschließend auf Endformat. Damit nach dem Schnitt keine weiße Kante entsteht, braucht jedes Element, das bis an den Blattrand reicht, eine Beschnittzugabe.
Üblich sind 3 mm auf jeder Seite. Daraus ergibt sich ein Datenformat von 216 × 303 mm bei einem Endformat von 210 × 297 mm. Das ist eine Konvention der Druckindustrie, keine Vorgabe der DIN 5008.
Sinnvoll ist zusätzlich das Setzen von TrimBox und BleedBox im PDF: Diese Angaben sagen der Druckerei maschinenlesbar, wo das Endformat liegt und wo der Beschnitt endet.
Welche Dateien eine Druckerei braucht
- PDF mit eingebetteten Schriften — kein Word-Dokument, keine Bilddatei.
- Exaktes Seitenformat: 210 × 297 mm ohne Beschnitt, 216 × 303 mm mit Beschnitt.
- Auflösung: 300 dpi für Rasterbilder bei Endgröße.
- Farbraum: CMYK für den Druck, RGB nur für den Bildschirm.
- Keine leeren Seiten und keine Seiten mit abweichendem Format im selben Dokument.
Der letzte Punkt klingt banal, ist aber eine häufige Fehlerquelle: Browser „drucken" einen Briefbogen mitunter auf eine zweite, leere Seite, weil sie Zwischengrößen aufrunden. Eine Druckerei erhält dann ein zweiseitiges Dokument und fragt nach.
Falzmarken im Druck
Falzmarken gehören auf den gedruckten Bogen, wenn er gefalzt wird. Sie liegen am linken Rand außerhalb des Textbereichs und sind bei 105 mm und 210 mm (Form B) von der Oberkante zu setzen.
Für den reinen Digitalversand sind sie störend und werden üblicherweise ausgeblendet. Gute Werkzeuge erlauben genau das: Marken für den Druck anzeigen, für das Versand-PDF abwählen.
Wie die Werte in der Praxis aussehen, können Sie an einem Muster-PDF nachmessen — dort sind Seitenformat, Ränder und Marken mit allen gemessenen Werten dokumentiert.
Häufige Fragen
Welche Grammatur ist für Briefpapier richtig?
Für Alltagspost und Rechnungen genügen 80 g/m². Für Geschäftskorrespondenz mit Anspruch sind 90 bis 100 g/m² üblich. Höhere Grammaturen lohnen sich für Urkunden und Verträge, kosten aber Porto.
Warum brauche ich 3 mm Beschnitt?
Druckereien drucken auf größerem Bogen und schneiden anschließend auf Endformat. Mit 3 mm Beschnitt auf jeder Seite läuft der Hintergrund über die Schnittlinie hinaus, sodass keine weiße Kante entsteht. Aus 210 × 297 mm wird ein Datenformat von 216 × 303 mm.
Welches PDF-Format brauche ich für eine Druckerei?
Ein PDF mit eingebetteten Schriften, exaktem Seitenformat, 300 dpi Auflösung und CMYK-Farbraum. Bei randabfallenden Elementen 216 × 303 mm mit Beschnitt und Schnittmarken, sonst 210 × 297 mm.
Wie viele Blätter darf ich für einen Standardbrief verwenden?
Ein Standardbrief darf bis 20 g wiegen. Bei 80 g/m² bleiben drei Blatt plus Umschlag unter der Grenze, bei 100 g/m² ist sie mit drei Blatt bereits überschritten.
Briefkopf direkt im Browser erstellen
Das Studio von TwiceDocs setzt die hier beschriebenen Maße automatisch: Anschriftfeld, Falzmarken und Ränder nach DIN 5008 Form B, Export als druckfertiges PDF mit 300 dpi. Kostenlos, ohne Anmeldung, und Ihre Daten bleiben im Browser.