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Briefkopf aufbauen: Was gehört wohin

Ein Briefkopf besteht aus mehreren Zonen, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Die Norm regelt, wo sie liegen. Was inhaltlich hinein muss — etwa Handelsregister und Steuernummer — steht nicht in der Norm, sondern im Handels- und Steuerrecht.

Der Aufbau von oben nach unten

ZoneHöhe (Form B)Inhalt
Briefkopf0–45 mmLogo, Firmenname, optional Claim
Rücksendeangabeoberer Teil des AnschriftfeldsAbsenderadresse einzeilig, postalische Vermerke
Empfängeranschriftunterer Teil, bis 45 mm des FeldsEmpfänger, max. sechs Zeilen
Informationsblockrechts, auf Höhe des AnschriftfeldsIhr Zeichen, Ansprechperson, Telefon, Datum
Betreffzeileunmittelbar vor dem TextBetreff, ohne das Wort „Betreff"
Brieftextbis 20 mm über der UnterkanteAnrede, Text, Grußformel, Unterschrift
Fußzeileunterer RandPflichtangaben zu Register, Steuer und Bankverbindung

Der Briefkopf im engeren Sinn

Bei Form B stehen Ihnen die obersten 45 mm zur Verfügung (Form A: 27 mm). Hier gehören hinein:

Wichtig: Der Briefkopf ist kein Ersatz für die Pflichtangaben. Handelsregister-Nummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Bankverbindung gehören in die Fußzeile, nicht in den Kopf — sie werden im täglichen Schriftverkehr nicht gebraucht und würden den Kopf überladen.

Der Informationsblock

Rechts neben dem Anschriftfeld liegt der Informationsblock. Er trägt die Angaben, die der Empfänger zum Zuordnen und Beantworten braucht:

Das Datum darf auch rechts über oder unter dem Betreff stehen. Wichtig ist, dass es nur einmal im Brief auftaucht und dass die Schreibweise den Regeln entspricht — etwa „15. September 2026" mit Leerzeichen nach dem Punkt.

Pflichtangaben: Was der Gesetzgeber verlangt

Diese Angaben sind keine Normvorgabe, sondern gesetzliche Pflicht — bei Geschäftsbriefen auf Papier und in vergleichbarer Form auch in E-Mails:

Für wen diese Angaben gelten, ergibt sich aus dem Handelsgesetzbuch und dem GmbH-Gesetz. Kleine Gewerbetreibende, die nicht im Handelsregister stehen, müssen Registerangaben entsprechend nicht aufführen — Umsatzsteuerangaben können je nach Rechtsform dennoch erforderlich sein.

Dieselben Angaben gehören auch in die geschäftliche E-Mail-Signatur: E-Mails gelten seit 2007 als Geschäftsbriefe. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur E-Mail-Signatur.

Was einen Briefkopf unprofessionell macht

Häufige Fragen

Was gehört in einen Briefkopf?

In den Briefkopf gehören Logo, vollständiger Firmenname und optional ein Claim. Pflichtangaben wie Handelsregister, Steuernummer und Bankverbindung gehören dagegen in die Fußzeile.

Welche Pflichtangaben muss ein Geschäftsbrief enthalten?

Firma mit Rechtsform und Sitz, Registergericht und Handelsregisternummer, alle Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, sofern vorhanden. Die Grundlage steht im Handelsgesetzbuch, nicht in der DIN 5008.

Wo steht das Datum im Geschäftsbrief?

Das Datum darf rechts im Informationsblock neben dem Anschriftfeld stehen oder über bzw. unter der Betreffzeile. Es soll nur einmal im Brief vorkommen.

Wie viele Schriften sollte ein Briefkopf verwenden?

Zwei Schriften genügen: eine für Überschriften und eine für den Text. Mehr wirkt unruhig; eine einzelne gut gewählte Schriftfamilie mit zwei Schnitten reicht in der Regel aus.

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Das Anschriftfeld nach DIN 5008 Das Anschriftfeld ist 85 × 45 mm groß und bietet elf Zeilen. Aufbau, Rücksendeangabe, Auslandsanschreiben und die richtige Position im Sichtfenster. Häufige Fehler bei Briefköpfen Die zehn häufigsten Fehler bei Geschäftsbriefen: falsche Ränder, Anschrift außerhalb des Fensters, fehlende Pflichtangaben, leere zweite Seite und mehr. Briefpapier drucken lassen Welche Grammatur für welchen Zweck, warum Druckereien 3 mm Beschnitt brauchen, welche Datenformate gelten und worauf es beim Porto ankommt. Pflichtangaben in der E-Mail-Signatur Welche Angaben in die E-Mail-Signatur gehören, für wen die Pflicht gilt, warum das Abmahnrisiko real ist — mit Vorlage und Prüfliste. Betreff, Anrede und Grußformel Was die DIN 5008 zur Betreffzeile, Anrede und Grußformel sagt — und was sie bewusst offenlässt. Mit den typischen Zeichensetzungsfehlern.

Dieses Thema gibt es auch auf Englisch: Letterhead layout: what goes where