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Falzmarken und Lochmarke

Falzmarken steuern, wo ein Briefbogen gefalzt wird, damit die Empfängeranschrift im Sichtfenster des Umschlags erscheint. Sie sitzen als kurze Striche am linken Blattrand — dort, wo beim Lochen ohnehin Material abgetragen wird.

Die Positionen

Gemessen wird jeweils von der oberen Blattkante:

MarkeForm AForm B
Obere Falzmarke87 mm105 mm
Lochmarke (Mittelmarke)148,5 mm148,5 mm
Untere Falzmarke192 mm210 mm

Die Lochmarke liegt bei beiden Formen exakt in der Blattmitte: 297 mm ÷ 2 = 148,5 mm. Sie markiert die Position der beiden Löcher für den Heftmechanismus und hat mit dem Falzen nichts zu tun.

Warum gerade 105 und 210 mm?

Ein A4-Blatt wird für einen DIN-Lang-Umschlag (DL, 220 × 110 mm) in drei Abschnitte gefalzt. Die Marken bei 105 mm und 210 mm ergeben ein oberes Drittel von 105 mm, ein mittleres von 105 mm und ein unteres von 87 mm. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass die Empfängeranschrift nach dem Falzen genau vor dem Sichtfenster liegt.

Bei der üblichen Zickzackfalzung wird zuerst das untere Drittel nach hinten und dann das obere Drittel nach vorn geklappt. Die Anschrift bleibt dadurch außen sichtbar.

Der Wickelfalz (beide Falze in dieselbe Richtung) ist die Alternative. Er ist robuster gegen Knicke, hat aber den Nachteil, dass die Rückseite des oberen Drittels nach außen zeigt — für einen Fensterbrief ist die Zickzackfalzung deshalb die übliche Wahl.

Länge und Abstand der Marken

Die Marken sind kurze Striche, die vom linken Blattrand nach innen reichen. Sie dürfen das Anschriftfeld nicht berühren und schon gar nicht im Sichtfenster des Umschlags erscheinen — dort wären sie beim Empfänger sichtbar.

Übliche Werte: einige Millimeter Länge, beginnend am Blattrand, mit deutlichem Abstand zum Anschriftfeld. Wichtig ist weniger die exakte Länge als die Genauigkeit der Höhe: Schon wenige Millimeter Abweichung verschieben die Anschrift im Fenster.

Sind Falzmarken Pflicht?

Nein — und sie waren es nie. Bis zur Ausgabe 2011 formulierte die Norm, die Markierungen sollten eingefügt werden; seit DIN 5008:2020-03 heißt es, sie können eingefügt werden.

Empfohlen bleiben sie trotzdem. Zwei Gründe:

Bei einem reinen Digitalversand (PDF per E-Mail) sind Falzmarken dagegen unnötig und wirken eher störend. Viele Programme bieten deshalb einen Schalter, um sie für den Druck ein- und für den Versand auszublenden.

Häufige Fragen

Auf welcher Höhe liegen die Falzmarken nach DIN 5008?

Bei Form B liegen sie 105 mm und 210 mm von der oberen Blattkante entfernt, bei Form A bei 87 mm und 192 mm. Die Lochmarke liegt bei beiden Formen auf 148,5 mm.

Sind Falzmarken nach DIN 5008 vorgeschrieben?

Nein. Seit DIN 5008:2020-03 heißt es, sie können eingefügt werden; bis 2011 lautete die Formulierung, sie sollten eingefügt werden. Pflicht waren sie nie.

Muss ich für einen Fensterbrief Zickzack oder Wickelfalz verwenden?

Für Fensterbriefe ist die Zickzackfalzung üblich, weil die Anschrift dabei außen sichtbar bleibt. Der Wickelfalz ist robuster, zeigt aber die Rückseite des oberen Drittels nach außen.

Wo liegt die Lochmarke?

Die Lochmarke liegt bei 148,5 mm von der oberen Blattkante, also genau in der Mitte eines A4-Blatts. Sie markiert die Position der Heftlöcher.

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