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Betreff, Anrede und Grußformel

Die DIN 5008 legt fest, wo Betreff, Anrede und Grußformel stehen — nicht, was darin steht. Genau hier entstehen die meisten Unsicherheiten: Der Text ist frei, die Position und die Zeichensetzung sind es nicht.

Was die Norm regelt — und was nicht

Der Anwendungsbereich der DIN 5008 ist ausdrücklich begrenzt: Sie regelt, wie ein vorgegebener Inhalt dargestellt wird, nicht was geschrieben wird. Formulierungen, Tonfall und Argumentation sind nicht Gegenstand der Norm.

Praktisch heißt das: Die Norm schreibt nicht vor, dass eine Anrede „Sehr geehrte" lauten muss. Sie legt fest, an welcher Stelle sie steht und wie sie mit dem folgenden Text verbunden wird.

Die Betreffzeile

Kein Komma nach dem Betreff. Nach der Betreffzeile folgt kein Satzzeichen, und sie wird auch nicht als Satz formuliert. Ein Punkt am Ende ist ein häufiger, unnötiger Fehler.

Die Anrede

DIN 5008 gibt die Position vor, nicht den Wortlaut. Bewährt hat sich:

Ein Ausrufezeichen nach der Anrede ist unüblich und gehört in die private Korrespondenz. Bei Behörden und Gerichten ist die förmliche Anrede weiterhin die sichere Wahl.

Die Grußformel

„Mit freundlichen Grüßen" ist der Standard. Entscheidend ist die Zeichensetzung:

Kürzere Formen wie „Freundliche Grüße" oder „Beste Grüße" sind zulässig und in vielen Branchen üblich. In förmlicher Korrespondenz, bei Behörden und in Vertragssachen bleibt „Mit freundlichen Grüßen" die sichere Wahl.

Unterschrift und Name

Zwischen Grußformel und Name bleibt Platz für die handschriftliche Unterschrift — in der Regel zwei bis drei Leerzeilen. Darunter steht der Name in Druckbuchstaben, bei Bedarf mit Funktionsbezeichnung.

Bei digitaler Korrespondenz gibt es drei übliche Wege:

In der E-Mail-Signatur gelten zusätzlich gesetzliche Pflichtangaben. Welche das sind, steht im Ratgeber zur E-Mail-Signatur.

Datum: zwei Schreibweisen, ein Grundsatz

Für das Datum lässt die Norm zwei Formen zu:

Wichtiger als die Wahl ist die Konsequenz: Innerhalb eines Dokuments und im Unternehmen sollte eine Schreibweise durchgehalten werden. Das Datum steht entweder im Informationsblock rechts neben dem Anschriftfeld oder über bzw. unter der Betreffzeile — aber nur einmal im Brief.

Häufige Fehler in Kurzform

Weitere typische Fehler und eine Prüfliste vor dem Versand stehen im Ratgeber zu häufigen Fehlern.

Häufige Fragen

Schreibt man „Betreff:" vor die Betreffzeile?

Nein. Die Betreffzeile steht ohne das Wort „Betreff" und ohne Doppelpunkt. Sie wird üblicherweise fett gesetzt und steht zwischen Empfängeranschrift und Anrede.

Kommt nach „Mit freundlichen Grüßen" ein Komma?

Steht der Name in der nächsten Zeile, wird kein Komma gesetzt. Folgt der Name in derselben Zeile, gehört ein Komma davor.

Wird nach der Anrede groß oder klein weitergeschrieben?

Nach der Anrede mit Komma geht es klein weiter, sofern das nächste Wort kein Substantiv oder Name ist. Richtig ist also „Sehr geehrte Frau Müller, vielen Dank für Ihre Nachricht."

Welche Grußformel ist im Geschäftsbrief üblich?

„Mit freundlichen Grüßen" ist der Standard und in förmlicher Korrespondenz die sicherste Wahl. Kürzere Formen wie „Freundliche Grüße" sind zulässig und in vielen Branchen üblich.

Wie schreibt man das Datum nach DIN 5008?

Zulässig sind die alphanumerische Form „15. September 2026" und die numerische Form „2026-09-15". Wichtig ist, innerhalb eines Dokuments bei einer Schreibweise zu bleiben.

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